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  • Maren Fromm

Glaube ich das wirklich, was ich gerade denke?

Limitierende Glaubenssätze erkennen und zum Positiven verändern

Ein Mensch denkt viel: Laut Wissenschaftler bis zu 60.000 Gedanken pro Tag. Sie bestimmen unser Verhalten und unsere Art zu leben. Gleichzeitig haben unsere Gedanken Einfluss darauf, wie wir unser Umfeld wahrnehmen und selbst wahrgenommen werden. Doch glauben wir automatisch alles, was wir denken? Nicht unbedingt. Vielmehr sind es unsere Glaubenssätze, die letztendlich verantwortlich dafür sind, was wir über uns denken und wie wir handeln.

Was sind Glaubenssätze?

In einfachen Worten: Glaubenssätze sind Sätze, an die wir glauben. Das kann bewusst oder unbewusst sein, meistens jedoch Letzteres. Sie haben sich im Laufe unseres Lebens tief in uns verankert und werden selten hinterfragt. Entstanden durch Prägungen aus dem Elternhaus und unserem Umfeld. Das können Glaubenssätze aus unsicherer Bindung sein, die dazu führen, dass sich Sätze bilden, wie „ich muss es allein schaffen“, „ich werde allein gelassen“, „ich bin nicht gewollt“ oder „ich kann das nicht“.

Durch Glaubenssätze haben sich bei uns auch Verhaltens- und Reaktionsmuster gebildet, die uns einschränken und in immer wiederkehrende Situationen bringen. Es gibt aber nicht nur negative, begrenzende Glaubenssätze, sondern auch stärkende, ressourcenorientierte. Gerade Letztere führen dazu, dass wir selbstbewusster und sicherer durch unser Leben gehen können.

Prägungen beginnen im Mutterleib

Es ist nicht unsere Seele, die geschädigt ist. Unsere Seele ist immer heil und weiß genau, was sie uns zutrauen kann. Sobald wir feststellen, dass wir bereit sind uns von limitierenden Glaubenssätzen zu lösen, ist das der erste Schritt hin zur Veränderung. Diese ist anfangs oftmals noch oberflächlich, da unsere Psyche Angst vor Veränderung hat, beeinflusst von unseren Prägungen aus der Kindheit. Mittlerweile weiß ich, dass wir bereits im Mutterleib spüren, wenn wir nicht erwünscht waren. Schon die ersten Prägungen in den frühesten Säuglingsstadien sind entscheidend für die Entwicklung von Bindung und dem Erhalt von Urvertrauen. Während meiner Ausbildung habe ich Menschen kennengelernt, die genau das von sich behaupten konnten. Auch Studien belegen diese Erfahrung. Die Gedanken der Mutter werden anhand von übertragenen Energien an das Kind weitergegeben. Solche Menschen gehen später meist viel schwieriger durch ihr Leben. Diese Erinnerungen sind in unserem Unterbewusstsein verankert und bedürfen großer Anstrengung, sie zu erkennen.

Wie du dich von begrenzenden Glaubenssätzen lösen kannst

Für die meisten Menschen ist es völlig überraschend, wie weit Glaubenssätze zurückverfolgt werden können. Hierzu ist es hilfreich, sich auch die eigene Familiengeschichte anzusehen. In Form von Genogrammarbeit können familiäre Muster aufgedeckt, erkannt und für sich gelöst werden.

Unsere Psyche darf Schritt für Schritt an diese Themen herangeführt werden. Positive Erfahrungen sind wichtig, um gewandelte Glaubenssätze zu stärken. Umso größer ist das Vertrauen unseres inneren Kindes in das, was wir als Erwachsener tun.

Je achtsamer ich den Menschen darin begleite und weder ihn noch mich überfordere, umso tiefer werden wir auf Dauer gehen können. Mit der Zeit fällt es leichter schwache Glaubenssätze in starke umzuwandeln. Jeder Mensch darf neue Verhaltens- und Reaktionsmuster entwickeln. Auch du darfst eine neue Lösungsstrategie in deinem Leben erarbeiten, wenn du es wirklich willst.

Wie ich mit Glaubenssätzen arbeite

Im ersten Schritt ist es wichtig, die begrenzenden Glaubenssätze sichtbar zu machen. Zum Auflösen der Glaubenssätze bitte ich meine Klienten jene Sätze aufzuschreiben, die sie oft gehört haben und die sie heute noch begleiten. Im Anschluss schauen wir uns gemeinsam an, in welchen Situationen diese Sätze ein Gefühl von Einschränkung hervorgerufen haben. Wir definieren Ziele, wie sie sich fühlen und wo sie in ihrem Leben hinwollen. Das ist ein guter Einstieg. Gerne erarbeite ich die Glaubenssätze auch mit Aufstellungen von Figuren. So können Beziehungen erkannt und ein Verständnis für Verhaltensweisen geschaffen werden. In meiner Arbeit geht es darum, zu erkennen, woher die Glaubenssätze kommen, um sie erfolgreich aufzulösen.

Für die Bearbeitung der Glaubenssätze nutze ich mir bekannte Tools und stimme sie passend auf den Klienten ab. Da dies für manche zu Beginn noch befremdlich ist, schauen wir zunächst auf die Erwachsenenebene, ohne das innere Kind zu vertiefen. Zum Thema Glaubenssätze habe ich mich viel mit Dr. Susanna Wallis, Stefanie Stahl, Robert Betz, Veit Lindau sowie in der NLP Ausbildung beschäftigt. Stefanie Stahl beispielsweise formuliert es als das Schattenkind und das Sonnenkind, welches bearbeitet wird. Robert Betz arbeitet vor allem mit der Transformation. Meine Arbeit mit den Glaubenssätzen aus dem NLP verhilft den meisten meiner Klienten, einen ersten Zugang zum Thema zu bekommen und erste Glaubenssätze zu lösen. Gerne setze ich hierzu auch Meditationen ein.

Die wichtigste Botschaft an meine Klienten lautet: „Du als Mensch hast die Kraft und das Potential in dir, um ein anderes Leben zu führen. Du darfst in deine Verantwortung gehen, deine Komfortzone verlassen und neue Glaubenssätze bilden, die dich stärken und dich deinen Zielen näherkommen lassen


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